Thomas Manns „Mario und der Zauberer“
und die Schatten des Faschismus

Sonderausstellung im Buddenbrookhaus / Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum, Lübeck, März bis Juni 2010, voraussichtlich 2011 in der Casa di Goethe, Rom

Ein einzelnes literarisches Werk – Thomas Manns „Mario und der Zauberer“ – steht im Zentrum dieser Ausstellung. Ihre Gestaltung eröffnet dem Besucher verschiedene Zugänge in die imaginäre Welt der Novelle. Raumbild und Konzept spiegeln die strenge formale Beschaffenheit der Erzählung wider. Sieben Kabinette kreisen räumlich und inhaltlich um eine, als Bühne mit Zuschauerraum, inszenierte Mitte. Eine durchgängige, grün-weiß-gestreifte Wandbespannung verbindet leitmotivisch alle Inszenierungen. Mal weckt sie den Eindruck von Sonne und Süden, mal erinnert sie an eine Zirkusvorstellung Zirkus und Jahrmarkt oder vermittelt ein beklemmendes Gefühl von Strenge und Gefangensein. Alle Einzelschauen fokussieren Aspekte der Entstehungsgeschichte und geben Aufschluss über biografische, politische, philosophische, psychologische Hintergründe und künstlerische Verarbeitung der Novelle (gemeint ist künstlerischen Adaptionen: Verfilmung, Oper, Illustration des Werkes). Aus der Summe ihrer Betrachtungen gewinnen die Besucher eine Vorstellung von der Dimension jener verhängnisvollen Beziehung zwischen Verführer und Verführtem, die Thomas Mann in seiner Novelle literarisch verarbeitet hat.

Leistungen:

Ausstellungsgestaltung
Ausstellungsgrafik
Ausführungsplanung

Ausstellungsfläche:

200 qm

Zusammenarbeit mit:

Anat Frumkin (Kataloggestaltung)
Günter Schoß (Ausstellungsbau)

Fotos:

Olaf M. Teßmer, Berlin
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