Bilderbunter Alltag – 200 Jahre Lithografie

Sonderausstellung für das Museum der Arbeit, Hamburg, Februar – Mai 1999

Mit der Erfindung der „Chemischen Druckerey", wie Alois Senefelder 1798 sein neues Druckverfahren nannte, wurde es möglich, massenhaft bunte und billige Bilder zu produzieren. So gelangte gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine bisher nicht gekannte Fülle von Bildern in den Alltag vieler Menschen.

Die Jubiläumsausstellung „Bilderbunter Alltag“ stellt die Bandbreite der im Steindruck produzierten farbenprächtigen Bilder und Werbeartikel vor. Ein Gang durch die Geschichte der Drucktechniken, ein „Erfinderkabinett“, der Übergang zur Nachfolgetechnik Offsetdruck sowie wechselnde Ausstellungen künstlerischer Lithographie runden die Gesamtschau auf den Merkantildruck ab. Die Ausstellungsgestaltung schafft mit rotem Samt, der in üppigen Falten über eine verwinkelte Konstruktion fällt, einen prunkvollen Rahmen, der die Kostbarkeiten des gewerblichen Steindrucks feiert und präsentiert: Zigarrenbanderolen, Grußkarten und Schulwandbilder, Oblaten, goldverzierte Glückwunschkarten in kuriosesten Variationen, Pariser Papierfächer, blumige Seifenverpackungen und Werbeplakate bekannter Künstler.

Leistungen:

Ausstellungsidee und -konzept, Recherche, Ausstellungstexte und Katalogbeiträge, Ausstellungsgestaltung, Ausstellungsgrafik, Ausführungsplanung und Realisation,
Plakat-, Werbemittel- und Kataloggestaltung,
Entwicklung des Rahmenprogramms

Ausstellungsfläche:

650 qm

Fotos:

Olaf M. Teßmer, Berlin

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